Der Fuhne-Garten

Unser Duft- und Kräuter-Garten an der Fuhne in Baalberge

Mehr Einblicke in unseren Garten

Im Blog Gourmetkaters Garten berichtet unser Gourmetkater aus unserem Garten. Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

Den Blog erreichen Sie über http://gourmetkater.blogspot.com

 

Titel Gourmetkaters Garten

 

Gourmetkaters Garten

Ende Ernte 2018

So 18 Nov 2018 16:46:30 CET
Mispel
Mispel
Es ist vollbracht! Meine Ernte-Saison ist heute abgeschlossen worden!

Ja, es ist Sonntag. Aber da fragt man in der Landwirtschaft nicht.

Und es gab in der letzten Nacht starken Frost. So etwas lieben meine süßen Mispel-Früchte! Aber dann wollen auch Sie geerntet werden und im Topf ein warmes Bad nehmen.
Naja, besonders groß sind meine Mispeln in diesem Jahr nicht geworden. Die lange Dürre seit April, in der wir noch immer stecken, war einfach zu viel. Mal sehen, ob sie sich verarbeiten lassen, meine geliebten Mispeln.

Ich muß Ihnen aber sagen: Meine Pfoten sind vom Pflücken tüchtig kalt geworden!

Der lange Sommer verabschiedet sich

Do 15 Nov 2018 17:36:47 CET
Chili
Chili
 Ja, langsam geht das Garten-Jahr in unserem Fuhnegarten dem Ende entgegen.
das war ein Jahr! seit April keinen richtigen Regen! Diese Dürre hält immer noch an! was für ein verrücktes Jahr!
Dafür hatten wir bis jetzt richtig warmes Wetter. Aber davon darf man sich nicht täuschen lassen. Denn mein Winterspeck sagt mir: Die Nacht wird kommen! Und da gibt es kein Entrinnen, auch wenn es nur der Winter ist. Zumindest für mich, der den Winter nicht mag. Deshalb bleibe ich dabei: Die Nacht wird kommen, mit all dem Ungemach, welches ich nicht leiden kann.

Im Gewächshaus konnten bis jetzt die Chilis reifen! Aber da ich mein Glashaus nicht beheize, kann es mit der grünen Pracht in den nächsten Nächten vorbei sein.
Deshalb habe ich in meinem Garten nun all das geerntet, was man noch irgendwie verwerten kann.

letzte Ernte
letzte Ernte
Und das ist mit der Chili-Ernte richtig viel geworden!
Leider sehe ich auf meinem Kompost, daß dieser lange Sommer 2018, der im Grunde genommen bis in diese Tage gedauert hat, langsam vorbei ist.
Meine Dahlien und Gladiolen, deren Knollen nun in das Winterlager umziehen mußten, fanden die letzte Ruhe auf meinem Kompost-Haufen.

Kompost
Das Ende des Sommers
Aber so ist der Kreislauf des Lebens! Lebt wohl, Ihr verwelkten Dauer-Blüten des letzten Sommers! Da freue ich mich, so lange der Frost nicht alles nieder macht, über jede Blüte, die dem nahenden dunklen Winter trotzt.

Herbstblüte
Herbstblüte
Denn wer weiß, wir lange wir das noch können...

Unser Kräutergarten öffnet die Pforte!

Di 25 Sep 2018 11:07:18 CEST
Zum  Plakat
Am 27. September öffnet unser Kräutergarten für Sie seine Pforten!

Tag des offenen Kräutergartens
27. September 2018
14:00-18:00 Uhr
Friedrich-Knaust-Platz 4
06406 Bernburg OT Baalberge

Besuchen Sie unseren neu angelegten Kräutergarten in Baalberge! Holen Sie sich Inspirationen, wie man frische Kräuter für seine Küche in einem naturnahen Garten anbauen kann. Dies freut dann nicht nur Ihren Gaumen, sondern auch unzählige Bienen und andere Nützlinge.
Unser Garten liegt direkt an der Fuhne und ist gut über den Lutherweg und Fuhneradweg errechbar. Der Bahnhof ist in ca. 1 km Entfernung.

An diesem Tag zeigen wir Ihnen den Kräutergarten des Fuhnegartens, den wir im letzten Jahr angefangen haben zu bewirtschaften. Deshalb haben Sie bei uns die Gelegenheit zu erleben, wie sich ein Garten im Laufe der Jahre entwickelt! Ideal für Leute, die sich auch einen Garten zulegen möchten.
Kräutertöpfe gibt es im Garten auch zu kaufen.

Zum Plakat

Diese Veranstaltung ist Bestandteil des Tages der Regionen.

Jetzt geht es ans Eingemachte

So 02 Sep 2018 18:20:07 CEST
Wir haben ja in Deutschland so eine Redewendung, wenn man langsam auf Reserven zurück greifen muß. Gut für den, der mit seinem Garten Vorratswirtschaft betreibt und diese Reserven hat! Denn nur dann kann man beruhigt sagen:

Jetzt geht es an Eingemachte!

Besonders in Hungerjahren, wenn die Ernte ausfällt.

Der Wein steckt ja solche Trockenheit - ich erinnere: wir haben seit April keinen Regen bekommen, welcher den Namen verdient - erstaunlich gut weg. Wie man an meinem Roten Aderstedter sehen kann. Aber der ist in diesem Jahr schon erntereif, was ich für ein wenig früh halte.

Wein
Roter Aderstedter Wein

Aber sein blauer Kumpel, der Blaue Bernburger, schaut schon weniger fröhlich drein. Denn der Blaue Bernburger hat bei mir tüchtig mit der Dürre zu kämpfen. Die Trauben sind schon runzlig, aber richtig süß schmecken sie nicht.

Wein
Blauer Bernburger Wein
Und da haben wir auch schon das Obst abgehakt, was in meinem Obstgarten noch "gut" aussieht.
Die komplette Ernte meiner Herbst-Himbeeren ist ausgefallen. da haben die Pflanzen versucht, Früchte zu tragen, die aber für eine gute Marmelade nicht taugten. Später kamen nur noch Mumien.
Und wo keine Frucht ist, kann man keine Marmelade für den Markt kochen!


Dürre bei Himbeeren
Dürre bei Herbst-Himbeeren
Auch bei den Brombeeren sieht es nicht besser aus. Zuerst sah der Fruchtansatz gut aus. Dann bekamen die Früchte Sonnen-Brand, der sie unschmackhaft werden läßt. Und dann wie bei den Himbeeren: Total-Verlust und damit keine Marmelade für meine Kunden

Dürre in Brombeeren
Dürre bei den Brombeeren
Meine Apfelbäume tragen zwar Früchte, aber wenn jetzt nicht - besser gestern als heute - Regen kommt, werden mir einige Bäume absterben. Die Bäume, die noch gut aussehen, werfen jetzt jeden unnötigen Ballast ab. Und das sind in diesem Fall die Äpfel.
Dürre bei Äpfeln
Dürre: sterbender Apfel
Und wenn die Äpfel erst auf dem Boden liegen, dann kommt jedes Getier, was Durst hat. Sie werden kaum glauben, wie schnell die Ameisen so einen Apfel zerlegen.
Auch neigen die Äpfel in diesem Jahr zum schnellen Verderb. Darum kann man das Fall-Obst kaum nutzen. Sie sehen ja, wie trocken der rasen unter den Äpfeln ist. Da federt nichts den Aufprall der Äpfel ab, wie dies eigentlich gewollt ist.

Fall-Obst
Fall-Obst
So ist das mit diesem ach so tollen Sommer, wie die Medien immer berichtet haben. So bleiben eben einige Sorten an Marmeladen in dieser Saison ausverkauft. Versuchen wir unser Glück 2019 neu.
Aber:
Denn was man nicht erntet, kann man nicht verkaufen. Was man nicht verkauft, bringt mir kein Einkommen. Dies ist das eigentliche Ärgernis dieser Dürre.Staatliche Hilfen bekomme ich sowieso nicht, weil ich so klein bin.
Dennoch haben wir beschlossen, unsere Preise nicht anzuheben. Denn wir haben unsere Preise fair gestaltet. Für unsere Kunden und auch für meine Leute und mich. Für uns, damit wir solch schlechten Jahre abpuffern können. Denn dies bedeutet fair.
Und zum Glück haben wir ja noch unser Eingemachtes und anderen Produkte, die wir noch verkaufen können. Damit Sie auch weiterhin meine Marmeladen genießen können.

Ich glaube aber, daß ich ein wenig naiv bin, wenn ich bei den Kunden in Sachsen-Anhalt Verständnis dafür erwarte, wenn man in einer Not-Situation wie dieser Dürre ist. Denn dies hieße vom Kunden, fair zu uns einheimischen Erzeugern zu sein.
Denn Sie werden kaum glauben, mit wie vielen selbsternannten Preis-Nazis ich am Samstag in Aschersleben über meinen Preise diskutieren durfte, die ich seit Jahren nicht erhöht habe!
Von Ernte-Ausfällen, hohen Wasserkosten für die Beregnung, stark gestiegenen Marktgebühren und Verwaltungskosten etc. wollten die nichts wissen. Die verlangen doch rotzfrech von mir, meine Ware unter Erstellungskosten zu verhökern! Diese Debatten nehmen irgendwie gerade in diesen Wochen zu. Richtig aggressiv. Und das auch noch auf einem Erzeugermarkt! Besonders von Typen in albernen Camp David-Klamotten und durch gutbürgerliche Gutmenschen.
Da nehmen Sie es mir bitte nicht übel, wenn ich da ein wenig gereizt reagiere.

Und dies, obwohl ich trotz Ernte-Ausfälle meine Preise nicht erhöht habe!

Zum Glück hatte ich auch wirklich nette Kunden am Stand. Das muß auch mal gesagt werden, weil das  harte Marktleben mit diesen Leuten Spaß macht.